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Premiere 12.03.2005 20.00 Uhr |
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| unser Stück Mitwirkende der Autor Nachlese Fotos zurück |
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Jedermann - da assoziieren sicherlich viele unserer treuen (erwachsenen) Zuschauer sofort "Salzburger Festspiele", hören den unheilschwangeren Ruf zum Jüngsten Gericht hallen - und denken sich vielleicht: Warum musste es denn ausgerechnet dieses Stück für ein Schultheater-Unternehmen sein? Zugegeben - gegen fertige Bilder im Kopf und eine derart bekannte Parabel anzuspielen, ist nicht einfach. Auch fehlt den jugendlichen Darstellern häufig noch die gedankliche Auseinandersetzung mit den gezeigten Erfahrungen - Grund genug, dass sich viele Jugendtheaterprojekte an dieses Stück nicht herantrauen. Zumal in diesem wahrlich "todernsten" Spiel komische Akzente, die ja doch immer Garanten für die spontane Anteilnahme des Publikums sind, nur sehr vereinzelt aufblitzen. Wir haben's trotzdem gewagt. Die offensichtlichste Motivation der Spielgruppe bestand darin, dass wir glauben, gerade die Erwartungen des Publikums hinsichtlich überwiegend heiterer Unterhaltung in den letzten Jahren bei unserer Stückwahl wohl ausreichend berücksichtigt zu haben (A. im Wunderland; Yvonne, die Burgunderprinzessin; Lysistrata... um nur einige zu nennen). Deutlich artikuliert wurde deshalb besonders von den älteren Mitgliedern der Wunsch, sich heuer mit einem Stoff auseinander zu setzen, der eine vorwiegend ernsthafte Betrachtung erfordert. Allerdings sind derartige Stücke für 33 Spielbegeisterte mit zudem doch recht unterschiedlicher Bühnenerfahrung nicht gerade zahlreich zu finden.
So kam die eher zufällige Begegnung mit dem Jedermann-Stoff sehr gelegen, zumal er in mehrfacher Hinsicht interessante Möglichkeiten eröffnete. Der Grundgedanke, dass über der materiellen Ausrichtung des Lebens mitmenschliche Verhaltensweisen ebenso in Vergessenheit geraten wie das Bewusstsein der Vergänglichkeit irdischer Werte, war den Spielern nicht nur zugänglich, vielmehr schien ihnen seine Darstellung mehr als zeitgemäß. Auch wurde es als schlüssig empfunden, dass in der vorliegenden Fassung keiner - nicht einmal die Hofmannsthalschen (guten) "Werke" - Jedermann auf seinem letzten Gang begleiten wollte. Auf die allegorischen Figuren "Mammon" und "Glaube" sollte zugunsten der Lebensnähe ebenso verzichtet werden wie auf die kunstvolle Verssprache. Die starke Textlastigkeit auf Seiten der Hauptfigur kam uns insofern gelegen, als wir - den Titel deutend - den Jedermann auf zehn SpielerInnen verteilten. Sie setzen zu Beginn des Spiels paarweise variierende Akzente von Jedermann frei, ehe sie - im Angesicht des Todes - zu undifferenziert hilflosen und verängstigten Kreaturen nivelliert werden. Nicht unerwähnt darf bleiben, was ebenfalls einzigartig ist an unserer Inszenierung: die eigens komponierte Musik - zum ersten Mal von Steffen Murau, der so ganz nebenbei auch noch 1/10 Jedermann darstellt! ![]() |
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Außerdem danken wir herzlich: Herrn Ulrich Bollmann, Verlag "Der Bote", für den Druck der Plakate, Frau Hildegard Habenschaden für Hilfen bei der Materialbeschaffung, Frau Gisela Wiendl für Näharbeiten, Frau Karin Holzinger für die Fotos, Herrn Rudolf Linhardt für die Unterstützung bei der Tontechnik, den Hausmeistern, der Verwaltung, dem Kollegium und der Schulleitung für Hilfe, Verständnis und Unterstützung |
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| last update : 01.05.2018 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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