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  2014

 
 

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Ken Campbell
 Mr. Pilks Irrenhaus
 
  Premiere:   Sa.  05.04.2014   20:00 Uhr
 
 

… derart vollmundig kündigten 1863 Dr. med. Joh. Aug. Schilling und Wilh. Kaulbach ihr „rührendes Spiegelbild der Menschheit“ an.

Derart hoch setzt Mr. Pilk seinen Anspruch sicher nicht an, wenn er Einblick gibt in das menschliche Irrenhaus, wie es sich ihm tagtäglich darbietet. Und doch ist es kaum weniger aufschlussreich, was dieser satirische Spontan-Dramatiker, glühende irische Patriot kanadischer (!) Herkunft und begnadete Säufer so auf Servietten und Zigarettenschachteln in knappen Strichen entwirft. Geschichten um Schein und Sein, um Ursache und Wirkung, umLangeweile und Phantasie. Geschichten, derart alltäglich, dass wir sie zu kennen glauben – und doch immer mit dem spitzen Stift der Karikatur gezeichnet, so dass wir uns zuallererst darüber amüsieren dürfen.

Da wird einer einen Ohrwurm nicht los, ein anderer erkennt seinen Bierbauch als Ursache allen Übels. Touristen werden im Urlaub Opfer von Dieben, zwei Kleindarstellerinnen ohne Engagement warten auf die Rolle ihres Lebens. Eine Seniorin macht ihrer Tochter das Leben schwer, eine andere Frau versucht dem ihren aus enttäuschter Liebe ein Ende zu setzen. Die pubertierende Tochter nervt ihre putzsüchtige Mutter – oder ist es umgekehrt? Eine Männer-WG dagegen droht in ihrem eigenen Mief zu ersticken. Ein dringendes Bedürfnis mitten auf einem belebten Platz wird ebenso zum Problem wie eine unerwartete Suppeneinlage in einem zweifelhaften Lokal. Und schließlich kennt auch sie jeder, die Parkbank-Philosophen, die sich schon einzig durch ihre Anwesenheit gegenseitig Halt geben.

Kleine Szenen allesamt, zwischen derbem Humor und feinem Witz, Dramolette – Henry Pilk verwahrt sich energisch gegen den verflachenden Begriff „Sketche“, in denen wir uns wiedertreffen und dabei immer wieder froh sind, selbst „ganz normal“ zu sein.

Doch Achtung: Eine der Kernfragen Pilks lautet nicht umsonst: „Was ist schon Wirklichkeit in diesem Spiegelkabinett?“

Selbst darüber, wie wirklich er, Henry Pilk, ist, lässt er uns im Unklaren. Als vorgeblicher Verfasser all dieser kleinen szenischen Begebenheiten versteckt er sich hinter dem eigentlichen Heraus-geber/Autor Ken Campbell, dem er (nach dessen Angaben) „zwei Wagenladungen seiner Stücke“ zurückgelassen hat.

Ken Campbell (1941 – 2008) seinerseits wechselte gern die Seiten zwischen Theaterregisseur und Filmschauspieler, zwischen haarsträubender Komik (Ein Fisch namens Wanda) und satirischer Kult-Science Fiction (Per Anhalter durch die Galaxis) – all das mit jenem schelmischen Augenzwinkern, das uns auch letztlich bewogen hat, sein Pilk‘sches Irrenhaus als diesjährige Theaterproduktion auszuwählen.
P.V.

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Es spielen:
Die verschwindende Großmutter
        Mann  René Kardós
Q12
        Frau  Josefin Weinert
9a
        Polizist  Jakob Meisel
Q12
Der Ohrwurm
        Ärztin  Rachel Hoepfner
10c
        Phelps  Jakob Albrecht
9a
Spione
        Erste  Antonia Lutz
10c
        Zweite  Romy Eichler
10c
Der Schmetterling
        Mann  Jakob Albrecht
9a
        Polizist  Josefin Weinert
9a
        Chef  Bianca Karsch
9d
Eine Frau wirft sich weg
        Pennerin  Sarah Christl
Q12
        Frau  Romy Eichler
10c
Sie ist wieder da
        Mann  Jakob Meisel
Q12
Der Hammerzeh
        Ärztin  Alena Oberste-Schemmann
Q11
        Miss Maguire  Antonia Lutz
10c
        Mrs. Maguire  Lisa Zerna
Q11
Zu Hause
        John  Bianca Karsch
9d
        Ken  Jessica Laschinger
10d
Socke in der Suppe
        Kellner  Alena Oberste-Schemmann
Q11
        Weibl. Gast  Sarah Christl
Q12
Das Huhn
        Mutter  Lisa Zerna
Q11
        Charlie  Jessica Laschinger
10d
        Ärztin  Bianca Karsch
9d
Wie lange geht was schon?
        Erster  Jakob Meisel
Q12
        Zweiter  René Kardós
Q12
 
 
Mr. Pilk( in der Reihenfolge des Auftretens: )
Antonia, Alena, Jakob M., Lisa, Jessica,
René, Sarah, Josefin, Jakob A., Romy


Vielen Dank an Jan Daumin (10e), der durch sein spontanes Einspringen ermöglicht hat, dass verschiedene Szenen trotz der Erkrankung von Darstellern gespielt werden konnten.
 

 
Es wirken
mit:
        Souffleur/-se  Jan Daumin
Denise Langer
10e
10d
        Licht und Ton  Leon Schuster
Mark Brieger
Tobias Brieger
Felix Rösner
Maximilian Greger
Q11
Q11
Q11
8c
8c
        Plakatentwurf  Lisa Zerna
Olga Reichold
Q11

        Maske  Johanna Oheimer
Jessica Laschinger
Q11
10d
        Kostüm  Jakob Meisel
Alena Oberste-Schemmann
Q12
Q11
        Requisite  Sarah Christl
Bianca Karsch
Q12
9d
        Konzentration  Alena Oberste-Schemmann
René Kardós
Q11
Q12
 

 
Leitung:
        Musik  Wolfgang Völkl
Q21
        technische Leitung  Walter Flintsch
StD i.R.
        Regie  Petra Vetter
StDin
 

 

Wir danken herzlich: 
Herrn Steffen Bollmann, Verlag "Der Bote", für den kostenlosen Druck der Plakate;
Felix Röser für die Fotos;
den Hausmeistern, der Verwaltung, dem Kollegium und der Schulleitung
für Hilfe, Verständnis und Unterstützung.

 
last update : 01.05.2018
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