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  2001

 
 
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Friedrich Dürrenmatt

Frank der Fünfte
Komödie einer Privatbank

Neufassung 1980
 

Premiere:    31. März 2001, 20.00 Uhr

 

Das Stück      Mitwirkende      Bilder      Nachlese      zurück     
 
Friedrich Dürrenmatt, Frank V.
"Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank"
 
 
  Diese Worte mögen Ihnen - so Sie ein treuer Anhänger unserer Schultheatergruppe sind - irgendwie bekannt vorkommen. Mackie Messer spricht sie am Höhepunkt seiner Karriere (d.h. bei uns konnten Sie dies vor drei Jahren hören im Rahmen der Dreigroschenoper).

Wenn Mackie weiterhin ankündigt  "Es ist eine Frage von Wochen, daß ich ganz in das Bankfach übergehe. Es ist sowohl sicherer als auch einträglicher"  so kann dies eigentlich bereits als Vorankündigung das Dürrenmatt-Stückes verstanden werden.

Denn mit Gottfried Frank, dem fünften in der Generationenfolge der Franks, erweist sich offensichtlich ebendieser Plan Mackie Messers als vollzogen, wenn jener nunmehr als Direktor seiner Privatbank vor Sie hintritt und Sie teilhaben lässt an deren Machenschaften.

Ganz im Gefolge Mackies, hat sich bei ihm der Gegensatz zwischen Gauner und Bürger aufgelöst, sein Umfeld - allen voran seine Gattin Ottilie - hat sich dem - notgedrungen? - angepasst. Man begreift die Bank als einen Selbstbedienungsladen, in dem jeder zuvörderst darauf bedacht ist, sein Scherflein ins Trockene zu bringen. Das funktioniert aber nur solange, als jeder Beteiligte gleichzeitig seine Stellung als Rädchen im Getriebe einnimmt und nach außen den Schein ehrbarer oder biederer Bürgerlichkeit bewahrt - oder auch, entgegen seiner Persönlichkeit, gerade nicht. Ist dies nicht mehr der Fall, tritt gnadenlos die bankeigene Maschinerie in Gang: der/die "unbrauchbar" Gewordene wird dem Gemeinwohl - meist im Keller - geopfert. Und dank der allgemeinen Korrumpierbarkeit braucht dabei gar nichts ans Licht zu dringen.

Dabei bleibt Dürrenmatt auch in diesem Stück seinem "Kommödien"-Grundsatz treu, eine Geschichte sei erst dann zu Ende gedacht, wenn sie ihre schlimmstmögliche Wendung genommen habe.

Dass dem Zuschauer wohl mehrfach gar nicht so zum Lachen zumute ist, fügt sich bei aller Skurrilität der Einfälle schlüssig in dieses Konzept vom Aufzeigen einer aus den Fugen geratenen Welt, in der die banale Bürgerlichkeit den Stellenwert eines erträumten Zufluchtsortes einnimmt.
P.V.

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Es spielen
Frank der Fünfte  Szameitat, Jörg
K15
Ottile Frank  Habicht, Doreen
Zitta, Eva
K13
K12
Herbert  Nagel, Frieder
09d
Franziska  Wittenzellner, Ulla
09e
Emma Böckmann  Ott, Angela
K13
Richard Egli  Schaefer, Dominique
K12
Frieda Fürst  Paprotta, Swantje
Stückler, Nina
K12
K12
Luise Häberlin  Gaertner, Claudia
11a
Gerda Schmalz  Krause, Anja
K12
Theo Kappeler  Lubkoll, Lars
K12
Päuli Neukomm  Döpke, Matthias
10e
Heini Zurmühl  Wittenzellner, Ulla
09e
Wilhelmine  Hierl, Katharina
09e
Rüdiger Schlumpf  Nagel, Frieder
09d
Uhren Piaget  Dassow, Mareike
K12
Apollonia Streuli  Böhner, Conny
K12
Staatspräsident  Lubkoll, Lars
K12
Krankenschwester  Engelhardt, Verena
09b
Pfarrerin Moser  Ahlswede, Charlotte
11a
Bedienstete  Gaertner, Claudia
11a
Führung durch die Szenen  Engelhardt, Verena
Friedrich, Corinna
Kues, Lena
09b
09b
09b
 

 
Es wirken
mit
Souffleusen  Groß, Ute
Seibert, Katharina
09e
09e
Licht und Ton  Bollmann, Mira
Fürst, Benjamin
Hungershausen, Rainer
Schober, Alexander
Spreitz, Dominic
Zapf, Beate
10c
K12
K14
K12
K12
09a
Maske  Ahlswede, Charlotte
Bollmann, Stella
Fuchs, Ute
Gaertner, Claudia
Paprotta, Swantje
Rank, Vroni
Stückler, Nina
Vetter, Magdalena
11a
09a
K14
K12
K12
11b
K12
K13
Kostüm  Dassow, Mareike
Paprotta, Swantje
Stückler, Nina
K12
K12
K12
Bühnenbild  Schaefer, Dominique
Zitta, Eva
K12
K12
Requisite  Habicht, Doreen
Hierl, Katharina
Ott, Angela
K13
09e
K13
Plakatentwurf  Krause, Anja
Paprotta, Swantje
K12
K12
Video  Wild, Conrad
K13
Techn. Assistenz  Fürst, Benjamin
Schober, Alexander
Spreitz, Dominic
K12
K12
K12
Regieassistenz  Zitta, Eva
K12
Komposition  Voigt, Konstantin
K14
techn. Leitung  Walter Flintsch

Regie  Petra Vetter

 
 
 
Außerdem danken wir herzlich
Herrn Ulrich Bollmann, Verlag "Der Bote", für den Druck der Plakate,
Frau Gisela Wiendl für das Nähen der Vorhänge
Herrn Kripl, Herrn Heger für die technische Mithilfe,
der Schulleitung für ihr Entgegenkommen

 
last update : 01.05.2018
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