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  2016

 
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Jean Tardieu

  Die Liebenden
in der
Untergrundbahn

( Premiere: 12.03.2016 )
 
 

Zum Stück und seiner Inszenierung:

Das zweiaktige Stück spielt zunächst auf dem Bahnsteig einer U-Bahn-Station, wo in kurzen und kürzesten Intermezzi die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertreffen, einander wahrnehmen oder auch nur aneinander vorbeigehen, ohne dass jemals ein Zug einträfe. Wenige kennen sich – oder vielmehr meinen sich zu kennen, andere versuchen auf die eine oder andere Art Kontakt zu knüpfen, wieder andere bemühen sich, gerade dies zu vermeiden. Dabei ist der Bahnsteig stets nur Durchgangsstation, der allenfalls schlaglichtartig menschliche Eigenarten, Wünsche, große oder kleine Nöte aufscheinen lässt.

Aus der Anonymität dieses oft wortlosen sich Kreuzens löst sich ein junges Paar, das glaubt, soeben im Anderen die Liebe des Lebens getroffen zu haben. Einem roten Faden gleich, taucht es immer wieder auf in der sich verändernden Zusammensetzung der Wartenden und lässt ausschnitthaft teilhaben an der raschen Veränderlichkeit von Gefühlen.

Im zweiten Akt ist die räumliche Unverbindlichkeit des Bahnsteigs unvermittelt der drangvollen Enge in einem überfüllten Bahnabteil gewichen. Bereits bekannte und neu hinzugekommene Passanten stehen einer Wiederannäherung des inzwischen entzweiten Liebespaares buchstäblich im Weg. Um an sein Ziel zu gelangen, muss sich der junge Mann zumindest kurzzeitig ihren jeweiligen Sehnsüchten und Ängsten aussetzen, die sie dem Fremden nur allzu freigiebig zur Schau stellen und die letztlich alle darin gipfeln, wie wichtig es wäre, als Individuum wahrgenommen zu werden.

Eingeschoben in die Episoden dieser losen Handlungskette entlarvt und verhandelt an einem Auskunftsschalter des U-Bahnhofs eine rätselhafte Beamtin das sinnleere Leben eines Ratsuchenden bis zur letzten Konsequenz.

Zum Autor:

Jean Tardieu (1903 – 1995) verfasste neben surrealistischer Lyrik besonders mehrere Einakter, die in der Tradition des französischen absurden Theaters stehen. Zweifellos zu den bekanntesten dieser Kurzstücke, die unter dem Sammeltitel Théâtre de chambre – Kammertheater - 1955 erschienen sind, zählt Les amants du métro (Die Liebenden in der Untergrundbahn). Dabei kombiniert er in seinen Stücken mehr als andere Autoren dieser Richtung unheimlich-Phantastisches mit Alltäglichem, lyrisch-Poetisches mit Abstraktem.

Eines seiner Lieblingsthemen ist die Rhythmik von Sprache – deren begriffliche Verzichtbarkeit für Verständigung er gleichzeitig auf den Prüfstand stellt in seiner Ballettkomödie ohne Tanz und Musik, wie er Die Liebenden... untertitelt.

Zur Gruppe:

Der Mut unserer beiden im letzten Jahr verbliebenen männlichen Theaterspieler hat tatsächlich angesteckt – vier neue Jungs haben sich getraut, die Spielergruppe aufzustocken. Aber genauso wichtig ist uns natürlich der weibliche Zuwachs von fünf Neuntklässerinnen, so dass sich der harte Kern von neun Spielbegeisterten aus dem Vorjahr auf einen Schlag verdoppelt hat. Durch einen Neuzugang in der Technik und dank zweier neuer Soufflierstützen ist die Gruppe nun auf wieder stattliche 23 Mitglieder angewachsen – so viele, wie schon lange nicht mehr.

Wir freuen uns über diese Tendenz und jede(n) Einzelne(n), die/ der die Freude an der Bühnenarbeit für sich entdecken will!

Zur Leitung:

Nach nunmehr 23 Jahren Theaterarbeit mit der Oberstufengruppe möchte ich mich von Ihnen – dem treuen Publikum – und euch – all den derzeitigen und ehemaligen Mitwirkenden – verabschieden. Auch mein „Mitstreiter“ in der Technik und in unzähligen anderen, unschätzbar wichtigen Tätigkeitsfeldern, Walter Flintsch, beendet nach sogar 33 Jahren seine aktive Theaterzeit. Dass wir diesen Schritt bewusst gemeinsam, aber sicher nicht leichten Herzens tun, wird jeder verstehen, der die Arbeit mit Gruppen kennt, die einem – auch in immer wieder neuen Zusammensetzungen – sehr ans Herz wachsen können und der weiß, wie wichtig es ist, sich bei aller Kreativität stets blind aufeinander verlassen zu können.

Da unsere Nachfolge gesichert ist – Agnes Voss-Boerschmann kann nicht nur ihre Erfahrung aus der Unterstufengruppe in die Regiearbeit bei „den Großen“ einbringen und hat mit Rudi Linhardt einen zuverlässigen Technik-Manager an der Seite - können wir diesen Schritt auch ruhigen Herzens tun und uns darauf freuen, zukünftig neugierig im Publikum zu sitzen.

Petra Vetter  
  
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Es spielen
 

In der U-Bahn  

        SIE  Romy Eichler
Q12
        ER  Jakob Albrecht
Q11
        2 Damen  Jessica Laschinger
Q11
          Clara Rauh
9c
        Altes Ehepaar  Sabrina Wolfsteiner
9c
          Christoph Hackner
10b
        Herr + Freundin  André Barthel
9a
          Josefin Weinert
Q11
        2 Lesende  Joshua Eizenhöfer
9b
          Frederik Heinze
9a
        Studentin + Student  Iris Helmreich
Q11
          Joshua Eizenhöfer
9b
        Tante + Nichte  Bianca Karsch
Q11
          Anja Beck
9c
        2 Politiker  Christoph Hackner
10b
          Frederik Heinze
9a
        2 Ausländerinnen  Sophie Brackenhammer
9c
          Ingrid Holzmann
9c
        Dolmetscherin und  Esther Buntfuß
Q11
        Zeitungsleserin
        Beleidigte Dame  Bianca Karsch
Q11
        Klempnerin  Jessica Laschinger
Q11
        Vermeintlicher Star  Josefin Weinert
Q11
        Verschwindende  Iris Helmreich
Q11
 

 
            In mehreren weiteren stummen Rollen:
            André Barthel ∗ Anja Beck ∗ Sophie Brackenhammer
            Joshua Eizenhöfer ∗ Christoph Hackner ∗ Frederik Heinze
            Ingrid Holzmann ∗ Clara Rauh ∗ Sabrina Wolfsteiner
 

 
 

Am Schalter  

        Beamtin  Antonia Lutz
Q12
        Kunde  Jan Daumin
Q12
 

 
Es wirken
mit
 

Souffleuse  Helena Müller
9a
Licht und Ton  Mark Brieger
Tobias Brieger
Leon Schuster
Max Greger
Felix Rösner
Q12
Q12
Q12
9c
9c
Plakatentwurf  Lisa Zerna
Vivien Dorsch
Q12
Q12
Maske  Alena Oberste-Schemmann
Johanna Oheimer
Esther Buntfuß
Bianca Karsch
Q12
Q12
10d
10d
Kostüm  Romy Eichler
Iris Helmreich
Lena Meyer
Josefin Weinert
Q11
10d
10a
10a
Requisite  Jan Daumin
Jakob Albrecht
Philine Hilderscheid
Q11
10a
10b
Konzentration  Antonia Lutz
Jan Daumin
Q11
Q11
 

 
Leitung
 

Technik  Walter Flintsch
StD i.R.
Regie  Petra Vetter
StDin
 

 

Wir danken herzlich:
Herrn Ulrich Bollmann, Verlag "Der Bote", für den kostenlosen Druck der Plakate;
den Hausmeistern, der Verwaltung, dem Kollegium und der Schulleitung:
für Hilfe, Verständnis und Unterstützung.

 
last update : 01.05.2018
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