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  2008

 
 

Premiere          18.03.2006      20.00 Uhr  

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Der Autor

Asaya Fujita wurde 1934 in Tokyo geboren. Er begann seine Karriere als Bühnenschriftsteller mit dem Stück „Fuji-Sanroku” (Am Fuße des Fuji-Berges) als er am drama department der Waseda-University studierte. 1965 wurde er Hausautor und künstlerischer Leiter der Sanjuninkal-Theatergruppe. Nach 1973 arbeitete er als freier Autor und schrieb Stücke für viele Theatergruppen. Gleichzeitig schrieb und inszenierte er viele Stücke für Kinder- und Jugendtheatergruppen, ebenso für Musical-Bühnen. Asaya Fujita ist Generalsekretär der japanischen Theatervereinigung, Mitglied der Direktionsbehörde der Vereinigung japanischer Theatergruppen und Mitglied der Japanischen Schauspielerorganisation Geidankyo. 1993 stellte er DER TEUFEL BEKKANKO auf dem 5. Ffm. Autorenforum für KiJuTh vor.

[ Quelle: http://www.theaterstueckverlag.de/autoren/showAuthor?autor=Fujita,%20Asaya ]
 


 
Zum Stück und unserer Inszenierung:

Bekkanko hat eigentlich nur ein Problem – niemand will bei seinem Anblick erschrecken. Im Gegenteil, sein gutmütig-drolliges Gesicht reizt alle, die seiner ansichtig werden, zum Lachen. Damit aber kann der Teufel seine (gemäß der japanischen Mythologie) wesensmäßige Bestimmung, die Läuterung der Menschen, nicht erfüllen. Einzig das blinde Mädchen Yuki, das er anlässlich des Totenfestes am Grab seiner Mutter betend vorfindet, erschrickt über ihn, oder besser: über ihre Vorstellung von einem Teufel, kann sie doch seine Grimassen nicht sehen.

Wie sich die Geschichte um diese beiden „Randfiguren“ ihres jeweiligen Umfelds entwickelt, sei jedoch vorab nicht verraten. Immerhin soviel: dieses Märchen kommt ohne die gattungstypische Schwarzweißmalerei aus, entlarvt es doch die scheinbare Untat als Glück und zeigt, dass selbst die beste Absicht ins Verderben führen kann.

Gerade die gedankliche Nuanciertheit ist es denn auch, die uns an diesem modernen Märchen (1979 unter der Regie des Verfassers Asaya Fujita in Tokio uraufgeführt) reizt, wo es sich doch so gar nicht in unsere stofflichen und darstellerischen Gepflogenheiten einzureihen scheint:
Japanische Mythologie, Nô-Theater, Kyôgen –Tradition - all das liegt uns nicht gerade nahe und droht viel Einarbeitung zu verlangen. Dazu der scheinbar große Kostümaufwand – immerhin bieten uns eine Reihe interessierter Zuschauer bei der bloßen Ankündigung des Stücks bereits gut erhaltene Kimonos aus ihren privaten Beständen an, was wir aber ohne Überheblichkeit dankbar ablehnen können.

Denn bereits nach dem ersten Lesen steht fest, dass die Inszenierung dieses Stücks keiner folkloristischen Ausgestaltung bedarf. Seine zutiefst menschlichen Erkenntnisse lassen sich sogar weit intensiver transportieren, wenn man auf eine zeitliche und räumliche Zuordnung verzichtet.

So ist zwar die eine Schwierigkeit rasch ausgeräumt, doch ein weiteres „Handicap“ bleibt:
Es gibt nur vier ausgeformte Rollen – wie lässt sich das bei immerhin 27 ambitionierten SpielerInnen realisieren? Als sinnvoll, da wechselseitig inspirierend und entlastend, bietet sich natürlich die Doppelbesetzung der Personenrollen an, verbleiben 19 zum Teil sehr erfahrene, zum Teil neu einsteigende DarstellerInnen, die sich in die anspruchsvolle Aufgabe des Chores teilen, der – ganz im Sinn auch der antiken Tragödie – das Geschehen erläutert, kommentiert und vorantreibt.

Die Herausforderung ist dabei eine vielschichtige:
Zum einen verlangt es der Gruppe ein hohes Maß an Kreativität ab, für sich eine klare Kontur herauszuschälen, ohne sich auf eine individuelle Rollenidentität stützen zu können, zum anderen muss der / die Einzelne sehr viel darstellerische Selbstdisziplin aufbringen, im Bewusstsein, dafür am Ende nicht mit auf seine persönliche Leistung abzielendem Applaus entschädigt zu werden – wenn es gelingt, ein echtes Zeugnis von Reife!
P.V.


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Es spielen:
Bekkanko, ein Teufel  Mirjam Roth
Felix Röser
11f
10b
Yuki, ein blindes Mädchen  Kyra Göbel
Theresia Raum
11e
11d
Vater, ein Jäger  Simon Reuter
Sebastian Kögel
11c
11a
Bergmutter  Magdi Mock
Lisa Bellmann
K13
10e
Chor und Erzähler  Stefanie Berger
Mareike Bojer
Sile Bojer
Lydia Bökelmann
Lena Chmel
Alena Fraaß
Kathrin Fröhlich
Hanna Frommert
Hannes Hißmann
Susanne Hübner
Regina Hufnagel
Corinna Kratzer
Nina Renner
Sarah Samson
Annika Schreiner
Anja Sieber
Isabelle Tambakis
Mara Westerath
Juzha Zillich
K12
11a
9a
11c
K12
11f
10f
11c
K12
K13
K12
K12
10f
11b
11c
K12
K12
10e
K12
 

 
Es wirken mit:
Souffleusen  Lisa-Marie Edelhäuser
Nicole Merklein
Katharina Preu
Hannah Trautmann
10b
10c
09e
09e
Licht und Ton  Manuel Hartenfels
Max Huber
Manuel Schneider
Moritz Stückler
11b
09a
11c
11c
Bühnengestaltung  Mareike Bojer
Susanne Hübner
Anja Sieber
Isabelle Tambakis
11a
K13
K12
K12
Maske  Magdalena Mock
Corinna Kratzer
Anja Sieber
Isabelle Tambakis
K13
K12
K12
K12
Kostüm  Stefanie Berger
Alena Fraaß
Annika Schreiner
Lydia Bökelmann
K12
11f
11c
11c
Requisite  Susanne Hübner
Hannes Hißmann
K13
K12
Konzentrationsübungen  Lena Chmel
Juzha Zillich
Lisa Bellmann
K12
K12
10e
Plakatentwurf  Magdalena Mock
Corinna Kratzer
K13
K12
 

 
Musikalische Gestaltung:
Konzeption, Komposition  Wolfgang Völkl
K17
Marimbaphon  Tobias Herrmann
11a
Flöte  Kristina Morell
K14
 

 
Leitung
Technik  Walter Flintsch

Regie  Petra Vetter

 

  Außerdem danken wir herzlich:
Herrn Ulrich Bollmann, "Verlag der Bote", für den Druck der Plakate;
Frau Gisela Wiendl, für Näharbeiten;
Frau Karin Holzinger, für die Fotos;
den Hausmeistern, der Verwaltung, dem Kollegium und der Schulleitung
für Hilfe Verständnis und Unterstützung
und
den tatkräftigen Müttern für die ausgezeichnete Verpflegung
sowie Corinna Friedrich und Anna Hißmann für ihre engagierte Mithilfe
während der Theatertage in Grafenbuch!
 
 
last update : 01.05.2018
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