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  1997

 
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Die Handlung des Stücks entspinnt sich um den König von Navarra, der sich, begleitet von drei Edelleuten, auf das Land zurückzieht, um sich den Studien zu widmen. Sie schwören den weltlichen Freuden, insbesondere dem größten Störfaktor philosophischen Seelenfriedens, den Frauen, für drei Jahre ab. Die Komödie beginnt, als in diplomatischer Mission die Prinzessin von Frankreich mit drei ihrer Hofdamen erscheint. Mit viel Humor wird die gekünstelte Art der Männer offengelegt und kuriert.

Begleitet werden diese höfischen Wirrungen um Liebesleid und -freud von der karikierenden Darstellung des für Shakespeare so typischen "Bodenpersonals". Doch ist die Komödie auch nicht frei von ernsten Akzenten, so am Ende, als eine Todesnachricht die Rüpeldarbietung abrupt unterbricht ohne jedoch die Heiterkeit des Spiels letztendlich in Frage zu stellen.

Wir entfernen uns mit dieser Stückwahl bewusst von den abstakten, typenhaften Gestalten der letztjährigen Eigenproduktion "NarrenLeben", wo vom Text bis zu den Kostünen die Figuren den Darstellern angepasst werden konnten. Es war reizvoll, in diesem mehr als 400 Jahre alten Jugendwerk Shakespeares immer noch Gültiges über männliches und weibliches, künstliches und natürliches, oft einfach eigenes Verhalten zu entdecken. Doch erforderte diese Stück auch einen völlig anderen Ansatz. Man muss den durch den Text vorgegebenen Grenzen, dem Sprachreichtum Shakespeares oder - ungleich schwieriger - dem Schweigen Charakter verleihen.

1997-02.jpg Jeder hat seine eigenen Ideen, jeder eine andere Vorstellung von den Charakteren. Das zeigte sich bereits innerhalb der Gruppe, als der Vorschlag weniger, Shakespeare "in Jeans" zu spielen, am Widerstand der Mehrheit scheiterte. Eine ungefährlichere Sicht also, bei der sicherlich die Experimentierfreudigkeit des letzten Jahres in den Hintergrund tritt. Die Ideen sind unauffälliger - der Witz des Stücks bleibt die treibende Kraft.

"So mag unsere Lustigkeit so hoch springen, Herr, wie seine Worte tönen." (I,1)

C.D.

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Es spielen und wirken mit:
Arzig, Susanne13   Beer, Lisa12
Büttner, Christoph9A   Chemnitz, Silvia12
Denninger, David13   Dzikus, Caspar13
Fricke, Clarissa11E   Geuder Alexander11D
Geyer Johannes12   Grimm, Miriam11E
Hein, Wendy11D   Hruby, Michaela11C
Jordan, Tobias13   Klemm, Ilja11D
Kraus, Eva10E   Krause, Anja9E
Minet, Steffi11B   Mühlbauer, Dominique11B
Müller, Jakob13   Pleier, Nadine11B
Pöhlmann, Monika13   Riedner, Stefanie13
Romig, Johannes10F   Steiner, Silke13
Szameitat, Jörg11E   Ulrich, Birgit12
Wever, Dominik12  
 

 
Musik: Hans Kraus StD
Technik: Walter Flintsch StD
Spielleitung: Petra Vetter StDin
 

 
last update : 01.05.2018
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